20 JAHRE VITAMIN T: Zeit zur Rückschau, zum Feiern und Blick in die Zukunft

20 Jahre Vitamin T Bild 3Kennen Sie Die Hofnarren, Theater of Change oder Dr. Berg? Das sind drei von annähernd hundert Alternativen, die 1997 bei einem Brainstorming für den Firmennamen von VitaminT zur Debatte standen. Seitdem hat sich vieles verändert – aber Name, Mission und Werte sind konstant geblieben. Zum Jubiläum reflektieren die beiden Gesellschafter Elisabeth Ostermann und Markus Berg, wie alles vor 20 Jahren begann und wo die Reise noch hingehen soll in den nächsten 20 Jahren…

Alles begann im Jahre 1997…

…als einige Mitglieder der Improvisationstheatergruppe „Los, Paul!“ aus München feststellten: „Hey, mit Improvisationstheater kann man mehr, als nur humorvolle Unterhaltung aus dem Stegreif auf der Bühne zu bieten“, erinnert sich Markus Berg und ergänzt:

„Damit wir auf der Bühne spontan als Team agieren konnten, nutzen wir zahlreiche Übungen abseits der Bühne, die unsere Schlüsselkompetenzen zu Kommunikation, Kreativität, Konflikt und Führung trainierten.“

Als ihnen dann auch noch der Flyer zum ersten Forum „Business goes Theater“ in die Hand fiel, pilgerten sie nach Hof und beschlossen auf der Rückfahrt, die Übungen aus dem Improvisationstheater der Unternehmenswelt zur Entwicklung von Individuen und Teams zugänglich zu machen.

Und so kam es,…

...dass sich zwei Theaterpädagogen, ein Ingenieur, ein Diplomkaufmann und eine Informatikerin von ‚Los Paul!“ absplitterten, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Jetzt brauchte das Kind nur noch einen Namen. Und aus Vorschlägen wie „Die Hofnarren, Theater of Change oder Dr. Berg kristallisierte sich ein Sieger heraus: VitaminT.

Unter diesem Namen traten sie schließlich 1998 zum ersten Mal an die Öffentlichkeit und präsentierten sich zusammen mit dem Rhetorik- und Kommunikationstrainer Peter Flume bei den folgenden zwei „Business goes Theater“-Foren.

Einer der ersten bezahlten Aufträge war gleich zum herausfordernden Thema „eXtrem Rechts“, bei dem das Thema „Rechtsradikalismus in der Bundeswehr“ auf eine andere Art und Weise zugänglich gemacht werden sollte.

Zwischen der noch eher spärlichen Anzahl von Aufträgen begann auch eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit im VitaminTeam

Hier zahlte sich aus, dass das Team schon immer eine Vielzahl unterschiedlicher Fachrichtungen, Kompetenzen, Erfahrungen und Charakteren beheimatete.

So kombinierte man theaterpädagogisches und betriebswirtschaftliches Wissen mit klassischen Trainingsansätzen und der erfahrungsorientierten Arbeit des Improvisationstheaters und entwickelte die frühe Form des ChangeTheaters, das bis heute die zentrale Interventionstechnik geblieben ist, um großen Gruppen den Spiegel vorzuhalten und gemeinsam an Optimierungen der Kommunikation und Interaktion zu arbeiten.

Diese Entwicklung wurde auch stark durch den Beitritt von Elisabeth Ostermann geprägt…

20 Jahre Vitamin T Bild 5…die seit 1999 ihr Wissen aus klassischem Schauspiel, Theaterpädagogik und Psychodrama zu VitaminT besteuerte. „Es war wie ein Kessel, in den jedes Vitamin seine Zutaten beigegeben hat. Dann haben wir gemeinsam umgerührt und am Ende ist etwas Wohlscheckendes rausgekommen“, beschreibt Elisabeth Ostermann die gemeinsame Entwicklungsarbeit.

Und das neue Unternehmenstheater-Gericht schmeckte allen so gut, dass im Jahr 2000 acht Gesellschafter den Vertrag für eine gemeinsame Gesellschaft unterschrieben. Zu dieser Zeit kam dann auch der erste Großauftrag für VitaminT: „Die Personalentwicklung der ACCOR Hotellerie stolperte bei ihrer Suche nach unkonventionellen Trainings über die erste noch recht einfach gestrickte Website“, erinnert sich Markus Berg. Es folgte ein Probetraining – und der erste Großauftrag mit zweitägigen Trainings quer durch Deutschland in den unterschiedlichsten IBIS-Hotels.

Seitdem sind immerhin 18 Jahre vergangen…

…18 Jahre, die auch mehrmaligen „Change“ für VitaminT selbst bedeuteten: Das ursprüngliche 8-köpfige Gründungsteam teilte sich in zwei Gesellschaften auf, man gründete eine neue zweite Gesellschaft VitaminT4events und schloss sie auch wieder und der Gesellschafterkreis verkleinerte sich nach und nach auf zwei Personen und blieb dann mit Elisabeth Ostermann und Markus Berg bis heute konstant.

Auch das Team der freien Mitarbeiter veränderte sich über die Jahre: Einige Spieler gingen und neue kamen dafür – und immer war die doppelte Kompetenz aus (interaktiver) Schauspielerfahrung und Business-Know-How bzw. didaktischer Erfahrung eine zentrale Anforderung an jedes neues VitaminT-Mitglied.

Und so findet man heute unter den 18 Teammitgliedern neben mehreren Psychologen und Theaterpädagogen beispielsweise auch einen Hotelfachwirt oder zwei Diplom-Kaufmänner.

Und auch wenn alle aus unterschiedlichen Disziplinen und Hintergründen stammen, so eint sie die gemeinsame Leidenschaft für Theater und Improvisation – verbunden mit der Mission, Menschen in Organisationen zu entwickeln und deren alltägliche Zusammenarbeit zu erleichtern. „Wir kennen das tägliche Theater im Unternehmen – und mit unseren Methoden möchten wir es erträglicher gestalten“, bringt Markus Berg die VitaminT-Mission auf den Punkt und fügt hinzu: „Wir haben nicht den Anspruch, die ganze Welt zu verändern, aber auf organisationaler Ebene möchten wir das gegenseitige Verständnis fördern – so wie es schon Isaac Newton formulierte: ‚Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken!’“

Kein Wunder, dass VitaminT manche Kunden bereits über viele Jahre hinweg begleitet.

Entweder weil eine große Belegschaft vorhanden ist, die entwickelt werden soll oder Konzerne lokale Programme plötzlich weltweit ausrollen. Oder aber dank offener, neugieriger Kunden, mit denen immer wieder neue kreative Formate entwickelt werden. So stieg entsprechend auch die Zahl aller Aufträge von 8 im Jahr 2000 auf über 160 Projekte im Jahr 2018 an.

Und was zählt zu den schönsten Momenten eines Vitamins?

20 Jahre Vitamin T Bild 4„Wenn ein Geschäftsführer spürt, dass sich tatsächlich etwas bewegt und ihm die Tränen der Rührung in den Augen stehen – das sind für mich die schönsten Momente, weil man das Gefühl hat, man hat wirklich die Menschen berührt“, strahlt Elisabeth Ostermann. „Oder Leute, die oft schon vier, fünf Jahren zuvor an einem Training teilgenommen haben, einen plötzlich auf dem Flur grüßen und sagen, dass sie das Training von damals bis heute noch in guter Erinnerung hätten und es immer noch anwenden – das sind so die Momente, die mich einfach besonders erfreuen. Denn ich möchte nicht einfach nur Geld verdienen, sondern auch wirklich Nutzen für die Teilnehmer stiften“, ergänzt Markus Berg.

Wo aber soll es die nächsten 20 Jahre hingehen?

Soll sich überhaupt etwas ändern? „Das, was wir grundlegend machen, ist zeitlos“, stellt Elisabeth Ostermann fest und erläutert: „Wir beschäftigen uns mit menschlicher Kommunikation, Interaktion und Konflikten, mit verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen. Und das wird in 20, in 100 Jahren noch so sein. Nur kommen diese Basisthemen immer wieder im neuen Gewand daher. Deshalb befassen wir uns bspw. intensiv mit Digitalisierung und Agilität – und werden auch in Zukunft aktuelle Themen aufgreifen.“

Und Markus Berg ergänzt: „In den nächsten 20 Jahren werden wir auch noch mehr komplette Entwicklungsprogramme in Organisationen unterstützen, die über mehrere Module als ganzheitlicher Prozess aufgesetzt sind.

Darüber hinaus gab es auch schon größere Wachstumspläne, aber die sind mittlerweile ad acta gelegt. „Es soll weiterhin bei einem organischen Wachstum bleiben. Kein Wachstum um jeden Preis. Da, wo wir sind, ist genau richtig“, stellen beide Gesellschafter übereinstimmen fest.

Und bedeutet für die 16 freien Mitarbeiter VitaminT?

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