SeminarTheater Inhouse Thüringer Aufbaubank (TAB)

SeminarTheater Inhouse: 22 Abteilungsleiter „erspielen“ sich neue Verhaltensalternativen in realen Alltagssimulationen

SeminarTheater Inhouse Thüringer Aufbaubank (TAB) „Als Führungskraft erhält man eigentlich nie offenes und ehrliches Feedback, wie das eigene Verhalten ankommt – in diesem Seminar habe ich es bekommen!“ Mit diesem Statement eines Abteilungsleiters der Thüringer Aufbaubank (TAB) endete im November 2012 eine dreiteilige Führungskräfte- entwicklungsreihe, die als Inhouse-Maßnahme von der Frankfurt School of Finance & Management konzipiert und durchgeführt wurde.

„In den ersten beiden Modulen haben sich die Führungskräfte das notwendige Know-how zu Kommunikation, Führung und Konfliktlösung erarbeitet – und im dritten Modul konnten sie ihr Wissen dann im ‚fast’ realen Führungsalltag anwenden“, erläutert Sonja Thiemann, Leiterin des Kompetenzcenters Management, Leadership & Strategie, den Aufbau der Seminarreihe.

Und damit der ‚fast’ reale Alltag im Seminarraum auch erlebbar werden konnte, schlug die Frankfurt School die bewährte Methode des SeminarTheaters vor, das seit einigen Jahren bereits im offenen Programm der Frankfurt School für Vertriebs- und Führungsseminare eingesetzt wird und stieß damit bei der TAB auf offene Ohren. Denn dem zweiköpfigen Vorstand ist es ein besonderes Anliegen, den Führungskräften im Hause immer wieder neue Impulse zu geben, um ihre Selbstreflexion anzuregen und sie aus der Komfortzone zu holen.

Basierend auf dieser Entwicklungsstrategie wurde das dritte Modul auf 2,5 Tage angelegt, so dass jeder der 11 Teilnehmer die Gelegenheit erhielt, eine anspruchsvolle Führungssituation zu trainieren. Die Inhalte kamen von den Teilnehmern selbst, denn 2 Wochen vor dem Training wurden sie aufgefordert, eine herausfordernde Situation aus dem eigenen Alltag zu schildern, die sie in der Vergangenheit nicht zufriedenstellend gelöst hatten oder die sie in Zukunft erwarteten.

„In diesem Seminar hatten unsere Führungskräfte mal die Gelegenheit, auf spielerische Weise neue, ungewohnte Verhaltensweisen gerade in schwierigen Situationen auszuprobieren – wann hat man das im realen Alltag schon als Führungskraft?“ kommentiert Frau Dr. Rudorfer, Bereichsleiterin Personal und Controlling das Setting.

Geleitet wurde dieses Setting von einem Trainertandem: Maria Fritzsche von Schober Trainings, die als Trainerin bereits die ersten beiden Module geleitet hatte, konzentrierte sich auf die Wissensvermittlung sowie Moderations- und Reflexionsfunktion. Und Markus Berg schlüpfte als Simulationsspieler von VitaminT in die verschiedenen Rollen der Kommunikationspartner der Teilnehmer und konfrontierte jede bzw. jeden einzelnen mit herausfordernden Einstellungen und Verhaltensweisen.

Durch diese Tandemleitung kann jede Simulation bei einem aufkommenden Problem sofort gestoppt werden. Der Simulationsspieler bleibt dann einfach ‚eingefroren’ und hört nicht mit, während der spielende Teilnehmer die Situation reflektiert und zusammen mit dem Trainer und der Gruppe nach Lösungsalternativen sucht. Zudem kann der Teilnehmer jederzeit die „Replay-Taste“ drücken. Die Simulation wird dann zurück gespult, der Simulationsspieler vergisst das bisherige Geschehen. Innerhalb von 2,5 Tagen ‚erspielten’ sich die Teilnehmer so neue Verhaltensalternativen in unterschiedlichsten herausfordernden Führungssituationen.

Andrea Rötsch, Abteilungsdirektorin Personal in der TAB, verfolgte als ‚stille Beobachterin’ alle Simulationen während der 2,5 Tage, um sich ihr eigenes Bild zur SeminarTheater-Methode zu machen. Sie war vor Seminarbeginn – wie einige andere Teilnehmer auch – durchaus skeptisch, wie die Simulationen laufen werden. Denn klassische Rollenspiele kannte sie schon lange: „Wenn ein anderer Kollege die Rolle des Gegenübers spielt, dann geht er irgendwann aus der Rolle, weil ihm der spielende Teilnehmer leid tut – das war in all diesen Simulationen durch den professionellen Simulationsspieler nie der Fall“, resümiert sie ihre zu Seminarende ihre Beobachtungen.

Mittlerweile sind alle 22 Führungskräfte wieder in ihrem echten Alltag zurück und setzen hoffentlich ihre Erkenntnisse um, z.B. „…dass man mit Menschen, die anders ticken, auch anders kommunizieren muss“ oder „…dass es auch bei scheinbar unüberbrückbaren Konflikten eine gemeinsame Lösung gibt!“

 

Download des Fallbeispiels als PDF hier …